Atemwegserkrankung
Häufig werden Luftnot und Atemlosigkeit auf starkes Rauchen, Asthma bronchiale oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zurückgeführt. Aber sie können auch ein Hinweis auf einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AAT), eine seltene Erbkrankheit, sein. Bei einem AAT-Mangel handelt es sich um eine vererbbare Atemwegserkrankung und dem Körper fehlt ein bestimmter Eiweißstoff, der die empfindlichen Lungenbläschen vor den Angriffen des eigenen Immunsystems schützt.
AAT-Mangel
Dies kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn das Immunsystem aktiv wird – etwa infolge von aktivem oder passivem Rauchen, schädlichen Umwelteinflüssen oder im Falle einer Infektion.
Für die Betroffenen gilt daher ein striktes Rauchverbot. Luftschadstoffe, selbst offenes Holzfeuer oder hohe Ozonwerte, sollten gemieden und Atemwegsinfekten vorgebeugt werden. Deshalb empfiehlt es sich, das komplette Impfprogramm zu absolvieren, insbesondere die jährliche Grippeimpfung nicht zu vergessen sowie alle sechs Jahre die Impfung gegen Pneumokokken.
AAT-Test bringt Klarheit
Liegt ein Verdacht auf einen AAT-Mangel vor, sollte man beim Hausarzt oder dem betreuenden Lungenfacharzt (Pneumologe) eine Lungenfunktionsprüfung durchführen zu lassen. Diese Untersuchung kann in Zusammenhang mit der Krankheitsgeschichte in den meisten Fällen klären, welches Krankheitsbild vorliegt, und ob die Lunge und die Atemwege noch ihre vollständige Funktionsfähigkeit besitzen. Bei dem angeborenen AAT-Mangel kann durch einen Bluttest festgestellt werden, ob und mit welchem Schweregrad diese Erkrankung vorliegt.


