Schnupfen
Eine rote, verschnupfte Nase gehört für viele zu den unangenehmsten Seiten der kühlen Jahreszeit. „Siehst du aber schlecht aus!“ Kaum ein Erkältungsgeplagter freut sich über diese „aufmunternden“ Worte. Aber der Schnupfen erwischt fast jeden von uns wenigstens einmal im Jahr. Dann ist vor allem die Nasenschleimhaut betroffen: Die Nase schwillt an und die Nasenschleimhaut ist gereizt.
Mikroskopisch gesehen besteht sie aus einem sogenannten „Flimmerepithel“. Eingestreute Drüsen erzeugen das schleimige Nasensekret, das von Milliarden winziger Flimmerhärchen auf der Schleimhaut verteilt wird. Auf dieser Schicht bleiben Staub, Schmutz und Krankheitserreger einfach kleben. Die Flimmerhärchen bewegen sich etwa 450- bis 900-mal pro Minute.
So transportieren sie die Schleimschicht inklusiver „blinder Passagiere“ in Richtung Rachen. Den wenigen Eindringlingen, die nicht ausgeschnäuzt, ausgeniest oder zum Rachen geschleppt werden, machen spezifische Abwehrstoffe den Garaus. Und: Selbst bei kalten Temperaturen ist die gut durchblutete Schleimhaut warm. Die Luft, die durch die Nase eingeatmet wird, kann sich daher erwärmen. Kehlkopf, Bronchien und Lunge werden vor Kälte geschützt. Unsere Nase ist also mehr als ein Riechorgan: Sie sorgt für Sauberkeit und schützt uns vor angriffslustigen Mikroorganismen.
Funktion der Nasenschleimhaut
Dazu muss die Nasenschleimhaut allerdings feucht sein. Die feuchtigkeitsarme, kalte und belastete Luft der Wintermonate reizt die zarte Nasenschleimhaut und trocknet sie aus. Das Sekret wird zäher, die Flimmerhärchen verkleben, ihr rhythmisches Schlagen wird langsamer. Schmutz und Eindringlinge können nicht mehr abtransportiert werden. Die Nase kribbelt und juckt. Jetzt haben die über 200 verschiedenen Schnupfenviren ein leichtes Spiel. Sie siedeln sich auf der vorgeschädigten Nasenschleimhaut an, der Schnupfen ist vorprogrammiert. Die Schleimhaut reagiert zunächst mit einer Erweiterung der Blutgefäße. Die Durchblutung wird verstärkt, Abwehrzellen sammeln sich, die Schleimhaut schwillt an.
Einschränkung Schnupfen
So mancher Schnupfenkandidat verspürt ein hartnäckiges Kitzeln und Brennen in der Nase, gefolgt von heftigem Niesreiz, der sich stündlich steigern kann. Größere Mengen Nasensekret sollen dem Organismus jetzt helfen, die unerwünschten Plagegeister wieder loszuwerden, sie auszuniesen oder einfach wegzuspülen. Die Nase „läuft“. Die Nasenschleimhäute röten sich und schwellen an, bis die Nase schließlich gänzlich verstopft ist. Hilfe für kranke Nasen Höchste Zeit, zu einem abschwellenden Nasenspray zu greifen. Der Wirkstoff Xylometazolin beispielsweise sorgt für eine Verengung der feinen Gefäße in der Nasenschleimhaut.
Schleimhautschwellung
Unangenehme Schleimhautschwellungen bilden sich zurück, angestautes, festsitzendes Sekret kann abfließen. Das Durchatmen wird leichter – besonders nachts, wenn mit verstopfter Nase an einen erholsamen Schlaf nicht zu denken ist. Gleichzeitig wird die Belüftung der Nebenhöhlen verbessert und Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Erkrankungen des Mittelohrs vorgebeugt. Inhalationen mit heißem Wasserdampf, zum Beispiel mit Kamillenblüten oder ätherischen Ölen, reichliches Trinken und das Feuchthalten der Raumluft können zusätzlich unterstützend wirken. In wenigen Tagen ist der Spuk wieder vorbei, allerdings sind die angegriffenen Schleimhäute jetzt noch anfälliger für eine erneute Invasion von Schnupfenviren.
Probleme durch Schnupfensprays
Häufiges Schnäuzen und Schnupfensprays haben die Nasenschleimhaut zusätzlich ausgetrocknet. Abschwellen, aber pfleglich Umso wichtiger ist es, die gereizte Nasenschleimhaut schon während des Schnupfens zu pflegen und zu schützen. Wer seiner geplagten Schnupfennase einen Gefallen tun will, verwendet deshalb glyzerinhaltige Nasensprays (zum Beispiel NasenSpray-ratiopharm® Erwachsene konservierungsmittelfrei). Diese Nasensprays vereinen hohe Wirksamkeit mit pflegenden Aspekten. Das enthaltene Glyzerin befeuchtet die empfindlichen und gereizten Schleimhäute nachhaltig und schützt sie vor weiterer Austrocknung. Die Beweglichkeit der Flimmerhärchen wird gefördert und der natürliche Reinigungs- und Abwehrmechanismus der Nasenschleimhaut unterstützt.
Bei allem medizinischem Fortschritt ist es noch keinem Wissenschaftler gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das Fließnasen ursächlich behandelt. Wie vor 100 Jahren dauert der Schnupfen immer noch etwa sieben Tage, ob mit oder ohne Medikament. Allerdings tragen gerade Nasensprays deutlich dazu bei, den Leidensdruck während dieser Zeit zu lindern. Übrigens: Beim Küssen werden nur selten Erkältungsviren übertragen. Ganz im Gegenteil – Küssen stärkt die körpereigene Abwehr, Puls und Durchblutung steigen, und der Stoffwechsel kommt so richtig in Schwung. Händeschütteln und viel benutzte Türklinken sind dagegen eine echte Gefahr. Sorgfältiges Händewaschen kann hier effektiv vor Ansteckung schützen.


