Digitales Röntgen in Zahnarztpraxen: minimale Strahlenbelastung und umweltfreundliche Bildentwicklung

VBetrachtung eines Zahnrötngenbildes ©Jeremys78-Fotolia.comon der Zahnspange über die Weisheitszähne und entzündete Zahnwurzeln bis hin zum Zahnersatz - im Laufe eines Lebens sind bei Zahnbehandlungen häufig Röntgenaufnahmen notwendig. Dabei ist man immer wieder den Gefahren durch die Strahlenbelastung ausgesetzt, die immer größer werden, je häufiger man geröntgt wird. Wenn Röntgenstrahlen den Körper durchdringen und so ein Abbild der Zähne und Knochen liefern, kann es zu kleinsten Veränderungen des Erbguts in den Zellen kommen. Bei jedem weiteren Röntgen können diese Gewebeschäden verstärkt werden, was sogar zu Krebs führen kann. Oft sind aber für eine exakte Diagnostik mehrere Aufnahmen notwendig.

Geringe Strahlenbelastung und trotzdem hohe Bildqualität

Digitales Röntgen basiert natürlich ebenfalls auf der Anwendung von Röntgenstrahlen. Da aber für die Bilderstellung kein Röntgenfilm benutzt wird, sondern die gewonnenen Daten direkt auf dem Computer gespeichert werden, ist beim digitalen Röntgen nur eine fast zehnmal geringere Strahlendosis als beim herkömmlichen Röntgen notwendig. Mit einem Bearbeitungsprogramm können die Aufnahmen auch problemlos vervielfältigt und farbig dargestellt werden sowie einzelne Bereiche herangezoomt werden. Die Darstellung von einzelnen Schichten und eine 3D-Rekonstruktion sind ebenfalls möglich.

Verbesserte Diagnostik

Dadurch können auch kleinste Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Gerade bei Karies und Parodontitis werden dabei Krankheitsherde sichtbar, die von außen noch nicht erkennbar sind. Versehentlich unter- oder überbelichtete Bilder können durch die Nachbearbeitung gerettet werden. Bei einem Zahnarztwechsel oder der Weiterbehandlung durch einen Kieferchirurgen können die digitalen Aufnahmen leicht auf elektronischem Weg in die andere Praxis geschickt werden. Darüber hinaus können Umwelteinflüsse bei den digital gespeicherten Bildern keine Veränderungen herbeiführen. All diese Aspekte machen Wiederholungsaufnahmen überflüssig, was die Strahlenbelastung weiter senkt.

Umweltschonendes und patientenfreundliches Verfahren

Durch digitales Röntgen werden die klassischen Röntgenfilme gänzlich überflüssig. Dies bedeutet nicht nur eine enorme Materialersparnis, sondern es werden auch keine ätzenden und umweltschädlichen Chemikalien mehr für die Entwicklung der Aufnahmen benötigt. Dass auch die benötigten Geräte deutlich kleiner sind und Folgeaufnahmen meist unnötig sind, bewirkt eine weitere Entlastung der Umwelt. Für den Patienten bedeutet digitales Röntgen auch einen enormen Zeitgewinn, da die Wartezeit während der Entwicklung des Bildes entfällt. Außerdem können Zahnärzte durch die Möglichkeiten der professionellen Bildbearbeitung auch medizinischen Laien sehr leicht die notwendigen Behandlungsschritte erläutern.

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