Hautstraffung durch Hautunterspritzung
Seit Petra F. sich die Augen lasern ließ, sieht sie auch ohne Brille klar – erstaunlich klar, aber leider auch Dinge, die die lebenslustige 52-Jährige lieber nicht gesehen hätte. „Ich wusste gar nicht, dass ich schon so viele Fältchen habe. Die passen doch gar nicht zu mir“, so ihre erschreckende Erkenntnis.
Sich unters Messer zu legen, um ihrer Jugendlichkeit auf die Sprünge zu helfen, kommt für die gelernte Apothekenhelferin nicht infrage: „Ich habe vor jedem chirurgischen Eingriff eine panische Angst. Schon der bloße Gedanke an ein Krankenhaus bereitet mir Bauchschmerzen.
Lieber werde ich alt und runzelig.“ Betrübliche Aussichten für die modebewusste Petra F., die großen Wert auf ein gepflegtes und attraktives Äußeres legt. Doch dann stößt sie morgens beim Zeitunglesen auf einen Artikel über das kosmetische Verfahren der „Faltenunterspritzung“. Wäre diese Methode für sie möglicherweise eine Alternative, die Spuren der Zeit schonend und ohne großes Risiko zu glätten und ihr jugendliches Aussehen auf unkomplizierte Art und Weise zurückzugewinnen?
Hautunterspritzung: Vorgespräch beim Dermatologen
Bei einem ausführlichen Gespräch mit ihrer Hautärztin erfährt Petra F., dass altersbedingte Falten mit diesem Verfahren auf das umliegende Hautniveau angehoben werden können. Geeignete Füllmaterialien (Filler) wie Kollagen, Hyaluronsäure, körpereigenes Fett oder Polymilchsäure werden dabei in die störenden Falten injiziert und polstern diese von innen her auf.
Die verwendeten Substanzen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer biochemischen Zusammensetzung und der erforderlichen Injektionstechnik, sondern auch in ihrer biologischen Abbaubarkeit, das bedeutet, der Behandlungserfolg hält unterschiedlich lang an. Kollagen ist ein körpereigenes Protein, das unsere Haut stützt und ihr Elastizität und Geschmeidigkeit verleiht, aber mit zunehmendem Lebensalter abgebaut wird.
Faltenbehandlung mit Poly-L-Milchsäure
Zur Faltenbehandlung wird es oberflächlich in die Haut eingespritzt. Um allergische Reaktionen auszuschließen, muss der Behandlung allerdings ein Hauttest am Unterarm vorausgehen. Der ästhetische Effekt hält drei bis sechs Monate an. Die ebenfalls körpereigene Hyaluronsäure, eine Zuckerverbindung, spendet der Haut Feuchtigkeit und verleiht ihr Elastizität und Volumen.
Die als Filler verwendete „stabilisierte“ Hyaluronsäure wird, ebenso wie die körpereigene, mit der Zeit vom Organismus abgebaut; auch hier sind die kosmetischen Effekte also reversibel. Um das gewünschte Resultat zu erreichen, sind unter Umständen mehrere Behandlungen in etwa einwöchigem Abstand erforderlich; der Effekt hält etwa sechs Monate an. Die Gefahr einer allergischen Reaktion besteht nicht. Entscheidet man sich für eine Faltenunterspritzung mit Eigenfett, wird das Fett durch Absaugen an eigenen Körperstellen gewonnen, aufbereitet und mittels feiner Kanülen in die entsprechenden Hautareale eingebracht.
Kollagenstraffung durch Filler (Hautauffüller)
Der Effekt hält bis zu neun Monate an. Eine Faltenunterspritzung mit Kollagen, Hyaluronsäure oder Eigenfett ist also zwar schonender und risikoärmer als ein operativer Eingriff, aber gekrönt von einem relativ kurzen Behandlungserfolg. „Ich müsste das Prozedere also spätestens alle neun Monate wiederholen, um einen gleichbleibenden Effekt zu erzielen. Zu viel des Aufwands ...“, denkt Petra F. zaudernd.
Doch es gibt auch Filler, deren Behandlungserfolg länger anhält, nämlich wenn zur Faltenunterspritzung Polymilchsäure verwendet wird. Diese natürliche Substanz besteht aus perlschnurartig aneinandergereihten Milchsäuremolekülen, ist biologisch abbaubar und wird vom Körper gut aufgenommen. In der Medizin wird Polymilchsäure seit Jahrzehnten als selbstauflösendes chirurgisches Nahtmaterial eingesetzt, ebenso für die verzögerte Freisetzung von Medikamenten.
Falten weg durch Spritze mit Polymilchsäure
Polymilchsäure eignet sich nicht nur, um tiefe mimische Falten, insbesondere im Mundwinkel und Nasolabialbereich, auszugleichen, sondern auch um Hautvolumen wiederherzustellen, das beispielsweise an den Wangen durch Schwund des Fettgewebes unter der Haut infolge der natürlichen Hautalterung verloren gegangen ist. Damit eignet sich Polymilchsäure für jeden, der kein Facelifting wünscht, auf die Milderung von Falten und Volumendefekten aber dennoch nicht verzichten möchte. Unmittelbar nach dem Spritzen bewirkt das injizierte Volumen eine sofortige Aufpolsterung der behandelten Falten beziehungsweise Areale (Soforteffekt).
Permanente oder abbaubare Filler?
Doch während andere Füllmaterialien durchwegs innerhalb weniger Monate wieder abgebaut werden, regt die Polymilchsäure zusätzlich die körpereigene Kollagenneubildung an. So kommt es neben der anfänglichen Auffüllung der Haut zu einem natürlichen Volumenaufbau über mehrere Monate und zu einem Behandlungserfolg, der über ein bis zwei Jahre anhält. Falten und Fältchen glätten sich, die Haut gewinnt ihr festes und jugendliches Aussehen zurück.
Durch die Faltenunterspritzung mit Polymilchsäure wird indirekt also ein ähnlicher, aber infolge der Kollagenneubildung länger anhaltender Effekt wie bei einer Kollageninjektion erzielt – aber ohne Fremdkollagen, das die Gefahr einer allergischen Reaktion in sich birgt. Für ein optimales Resultat sind meist zwei Sitzungen erforderlich. Plötzliche Veränderungen des Aussehens wie bei einem Lifting finden nicht statt, natürliche Mimik und Ausdruck bleiben erhalten.
Fazit der Patientin
Petra F. hat sich ihren Wunsch nach einem jugendlichen Äußeren, das zu ihrem lebensfrohen Wesen passt, erfüllt. Ihre Angst vor den Nadeln erwies sich als unbegründet: „Meine Ärztin hat mir vor der Injektion eine Betäubungscreme auf die Haut aufgetragen, sodass ich die feinen Nadeln gar nicht gespürt habe. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich sehe wieder so aus, wie ich mich fühle.“


