Herzschrittmacher
Ein guter Grund zum Feiern für das Herz: Ein kleiner Impulsgeber rettet täglich vielen herzkranken Menschen das Leben. Der Herzschrittmacher ermöglicht Herzpatienten mit seiner unterstützenden Funktion ein normales Leben. Ohne den Herzschrittmacher hätten sie kaum Überlebenschancen. Aber auch jemand der an einer leichten Herz-Rhythmusstörung leidet, profitiert von der medizinischen Technologie.
Erste Implantation eines Schrittmachers
Den ersten Schrittmacher implantierten der schwedische Arzt Åke Senning und sein Landsmann, der Ingenieur Rune Elmquist, am 8. Oktober 1958 bei dem Patienten Arne Larsson – die Lebensdauer des Geräts betrug damals nur 24 Stunden, danach wurde eine erneute Implantation notwendig. Larsson lebte dank der neuen Technologie bis zum Jahr 2002 und verstarb hochbetagt im Alter von 86 Jahren. Ihm wurden im Laufe seines Lebens 22 unterschiedliche Geräte eingesetzt.
Funktionsweise Schrittmacher
Heute ist die Herzschrittmacher-Therapie Mittel der Wahl für Patienten mit langsamen Herzrhythmusstörungen, sogenannten Bradykardien. Die kleinsten Geräte sind so groß wie eine Zwei-Euro-Münze und mit einem winzigen elektronischen Schaltkreis sowie einer Lithiumbatterie ausgestattet.
Doch wie funktioniert der kleine Taktgeber eigentlich? Ärzte implantieren das Gerät in einem kleinen chirurgischen Eingriff links unterhalb des Schlüsselbeins unter der Haut. Das Implantat, das über ein oder zwei lange Kabel (Schrittmacherelektroden) mit dem Herzen verbunden ist, registriert sämtliche Herzaktivitäten und nimmt zudem körperliche und mentale Belastungen des Patienten wahr. Setzt der eigene Rhythmus des Patienten aus, so gibt der Schrittmacher automatisch elektrische Impulse an den Herzmuskel ab und veranlasst ihn damit, sich zusammenzuziehen – immer und immer wieder. Das Herz schlägt dann im Takt – und auch im richtigen Rhythmus, denn die integrierten Bewegungssensoren der heutigen Systeme nehmen die Aktivität der Patienten wahr, passen die Schlagfrequenz entsprechend daran an. So ist zu jedem Zeitpunkt die ausreichende Sauerstoffversorgung der Organe sichergestellt.


