Wie erfolgreich ist Hypnose?
Um den Begriff "Hypnose" ranken sich zahlreiche Mythen, die ein relativ verzerrtes und mitunter schlicht falsches Bild von ihr zeichnen. Eine erste sachliche Annäherung bietet eine etymologische, d.h. die begrifflich-analysierende Betrachtung des Wortes; denn der altgriechische Terminus "hypnos" bezeichnet so viel wie "Schlaf". Damit ist angedeutet, dass Hypnose den Hypnotisierten Menschen nicht in ein "Paralleluniversum" katapultiert, sondern einen weitgehend natürlichen Zustand darstellt und wenig mit den effektheischenden Darbietungen zu tun hat, die man allzu oft im Fernsehen vermittelt bekommt.
In Hypnose zu sein, bedeutet demzufolge in erster Linie, sich in einem Zustand zu befinden, der im Grenzbereich zwischen Wachsein und Schlaf verläuft. Der hiermit verbundene Vorteil gegenüber dem normalen Tagesbewusstsein ist darin zu sehen, dass das Unterbewusstsein erheblich leichter angesprochen werden kann und seine Aufnahmefähigkeit ganz wesentlich erhöht ist. Damit lassen sich verschiedene therapeutisch relevante Prozesse begünstigen. Vor allem ist es gut möglich, einem Menschen unter Hypnose bestimmte Suggestionen zu übermitteln und damit innere Vorstellungen beim Probanden oder Klienten "zu überschreiben" bzw. neu zu gestalten.
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, wieso es durchaus relevante, statistisch fixierte und belegbare Ergebnisse dazu gibt, welche positiven Effekte Hypnose auslösen kann. Vielfach wird davon berichtet, dass nach mehrmaliger Hypnose letztlich eine Veränderung der Essgewohnheiten eingetreten ist, die sich nach einer gewissen Zeit auch im sehnlich begehrten Gewichtsverlust niedergeschlagen hat. Aber nicht nur im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit hat sich Hypnose manches Mal als wirksame Stütze bewährt; auch auf dem Weg vom Raucher zum Nichtraucher kann Hypnose ein wertvoller Begleiter sein. Des Weiteren lassen sich in der Tat auch weniger offenkundige, subtilere Effekte durch Hypnose erreichen. Zu denken ist hier vor allen Dingen an eine Steigerung der Selbstsicherheit und des Selbstwertgefühles, aber auch an den kontrollierteren, sichereren Umgang mit Ängsten und Sorgen.
Skeptischer kann man hingegen gegenüber der so genannten "Showhypnose" eingestellt sein. Viele der auf öffentlichen Bühnen zelebrierten vermeintlichen Beweise für das Können der jeweiligen Hypnotiseure entpuppen sich bei näherer Betrachtung als bloße Taschenspielertricks.

