Impfschutz für Kinder
Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) übertragen wird. Seltene, aber schwere Komplikationen sind Lungen- und Hirnhautentzündung. Doch diese Gefahr wird unterschätzt: Anders lässt es sich nicht erklären, dass etwa 20 % der 2- bis 17-Jährigen nicht über einen ausreichenden Masernimpfschutz verfügen.
Impfquote gegen Kinderkrankheiten rückläufig
2010 sollte Europa der Weltgesundheitsorganisation zufolge masernfrei sein. Aber nur knapp die Hälfte der europäischen Mitgliedsstaaten konnte bisher die Masern eliminieren. Zwar ist die
Zahl der Erkrankungen hierzulande aufgrund der Impfung rückläufig, für die angestrebte Elimi-
nierung reicht die Impfquote jedoch nicht aus.
Schutz gegen Masern
Um einen optimalen Schutz gegen Masern aufzubauen, sind zwei Impfdosen erforderlich. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, Berlin, empfiehlt die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (kurz: MMR) erstmalig im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite Impfung bis Ende des zweiten Lebensjahres.
Um mögliche Impflücken zu schließen, bietet sich die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 im Alter von 12 bis 14 Jahren an, da sie eine Überprüfung des Impfstatus vorsieht. Doch auch später kann der Impfstatus bei jedem Arzt überprüft werden und eine versäumte MMR-Impfung jederzeit nachgeholt werden – auch im Erwachsenenalter.


