Nikotinsucht bekämpfen

Zigaretten und Nikotin

Zigaretten und Nikotin
Die letzte Zigarette

Viele Raucher kennen das: Die letzte Zigarette ist fest beschlossene Sache, doch immer wieder siegt das Verlangen. Und das, obwohl jeder weiß, dass Rauchen zahlreiche gesundheitliche Risiken birgt. Wem es gelingt, auf den Glimmstängel zu verzichten, tut seinem Körper nur Gutes. Nach sechs Monaten hat sich das Herzinfarktrisiko bereits halbiert, nach fünf Jahren ist es mit dem eines Nichtrauchers vergleichbar.

Die Krebsgefährdung geht zunehmend zurück, und nach 5 bis 15 Jahren ist das Risiko eines Schlaganfalls nicht mehr höher als das eines Nichtrauchers. Doch keine Methode der Welt kann einen Raucher ohne sein eigenes Zutun von der Tabakabhängigkeit befreien.

Zigaretten: Konsum einschränken und stoppen

Wer aufhören will, sollte sich innerhalb der nächsten 14 Tage einen festen Termin setzen und ab diesem Tag komplett auf das Rauchen verzichten; Zigaretten oder Feuerzeug dürfen nicht mehr vorrätig sein. Ratsam ist es auch, das soziale Umfeld über den Rauchstopp zu informieren. Nur so lässt es sich vermeiden, die von Freunden arglos angebotene Zigarette ablehnen zu müssen – oder dankbar anzunehmen.

Nikotinpflaster und andere Hilfsmittel

Jetzt sind allein fester Wille und Durchhaltevermögen gefragt, so meinen viele. Doch Nikotinersatzpräparate verdoppeln Ihre Erfolgsaussichten nachweislich. Sie geben dem Körper das Sucht erzeugende Nikotin, aber in immer kleineren Dosen und ohne die giftigen und krebserregenden Inhaltsstoffe, die im Tabakrauch einer Zigarette enthalten sind. Auf diese Weise werden Entzugserscheinungen wie Nervosität, Kopfschmerzen, Gereiztheit und Schlaflosigkeit gelindert, der Entwöhnungsprozess fällt leichter.

Je nach Rauchgewohnheiten eignen sich verschiedene Anwendungsformen in unterschiedlicher Stärke: 16-Stunden-Nikotinpflaster, Kaugummis, Lutschtabletten oder der neue Nicorette®-Inhaler bekämpft die Abhängigkeit gar zweifach: Er besteht aus einem Mundstück und auswechselbaren Kunststoffpatronen, die medizinisches Nikotin enthalten. Durch das Saugen am Mundstück verdampft eine bestimmte Menge an Nikotin aus der Patrone und wird über die Mund- und Rachenschleimhaut vom Körper aufgenommen. Unabhängig, ob kräftig inhaliert oder „gepafft“ wird – auf diese Weise wird im Blut ein Nikotinspiegel erreicht, wie er beim Rauchen von Zigaretten entsteht. Rauchverlangen und Entzugssymptome werden spürbar gelindert.

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