Influenza - Symptome und Behandlung einer Grippe

Grippe und Erkältung

Grippe und Erkältung
Grippaler Infekt und Schnupfen

Es kratzt im Hals, die Nase ist verstopft, wir fühlen uns „völlig erledigt“. Eine Grippe hat uns "erwischt". Bei der Wahl der richtigen Therapie steht die Frage nach dem Erreger im Vordergrund: Handelt es sich um einen grippalen Infekt, eine lästige, für den Patienten aber meist harmlose Infektion mit Erkältungsviren? Sind die gefährlicheren Influenzaviren im Spiel? Oder sind Bakterien beteiligt?

Atemwegsinfektionen durch Viren und Bakterien

Die meisten Atemwegsinfektionen werden durch Viren verursacht. Aber die durch den Virenbefall geschädigte Schleimhaut in Nase und Bronchien ermöglicht dann auch Bakterien, in die Zellen einzudringen, sich zu vermehren und bakterielle Komplikationen auszulösen. In diesem Fall spricht man von einer Superinfektion. Ob bei einer Atemwegsinfektion Viren oder Bakterien die Übeltäter sind, können nur mikrobiologische Laboruntersuchungen klären.

Grippe: Arztbesuch

Nachdem diese aber etwa zwei Tage in Anspruch nehmen, trifft der niedergelassene Arzt die Therapieentscheidung meist aufgrund der akuten Symptome. Eine behinderte Nasenatmung, Husten, Schnupfen, Kopf- und Halsschmerzen sowie Abgeschlagenheit, erhöhte Körpertemperatur und Gliederschmerzen geben hier keine eindeutigen Hinweise. Sind Auswurf und Nasensekret jedoch gelb-grünlich verfärbt, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen bakteriellen Infekt. Bei Viren: Antibiotika wirkungslos Mikrobiologen kennen über 200 verschiedene Erkältungsviren. Da sich diese in Aussehen und Wirkungsweise ständig verändern, ist es bis heute nicht gelungen, diese beispielsweise durch Impfung zu eliminieren. Auch Antibiotika bleiben hier wirkungslos. Der Körper muss sich aus eigener Kraft gegen die Erreger zur Wehr setzen.

Mittel gegen Grippe

Schmerzmittel, Hustensaft und Schnupfenspray können zwar die lästigen Erkältungssymptome, wie Kopfschmerzen, Husten oder Schnupfen, unterdrücken und so zu einem besseren Befinden des Patienten beitragen, die auslösenden Viren jedoch bleiben ungeschoren. Mit oder ohne Therapie – es dauert in der Regel sieben bis neun Tage, bis der grippale Infekt überstanden ist. Eine Sonderform der viralen Atemwegs­infektionen ist die „echte“ Grippe, die Influenza.

Die Erregerstämme dieser schwerer verlaufenden Erkrankung haben ihren Ursprung überwiegend in Südost- asien. Bis sie Europa erreichen, haben die Wissenschaftler meist schon speziell auf diese Stämme abgestimmte Impfstoffcocktails entwickelt, mit denen man sich vor diesen Erregern schützen kann. Hiervon profitieren vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem, die bei einer Ansteckung besonders gefährdet wären. Wegen der völlig unterschiedlichen Erreger bietet eine solche Impfung aber keinen Schutz vor Erkältungen.

Erkältung: Behandlung der Influenza

Für die Behandlung der Influenza stehen heute Medikamente zur Verfügung. Diese wirken aber nur bei frühzeitiger Einnahme, das heißt, wenn sie spätestens 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome verabreicht werden. Auch bei der echten Grippe besteht die Gefahr einer möglichen bakteriellen Superinfektion. Bakterien können sich in dem geschwächten Organismus leichter einnisten, vermehren und dann zu Komplikationen, wie bakteriellen Lungen-, Gehirn- oder Herzmuskelentzündungen, führen.

Grippevirus und Grippebakterien

Effektiv bei bakteriellen Infektionen Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Moraxella catarrhalis sind die häufigsten Erreger bakterieller Atemwegserkrankungen. Sie besiedeln zunächst die Schleimhaut, was dann zu einer weitergehenden Infektion in den Atemwegen führt. Zur Behandlung empfiehlt sich die Gabe spezieller, auf die jeweiligen Erreger abgestimmter Antibiotika. Diese wirken entweder bakteriostatisch (Bakterien werden an der Vermehrung gehindert) oder bakterizid (Bakterien werden getötet).

Antibiotika gegen Grippe

Werden Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt, fördert dies die Entwicklung von Resistenzen. Typisches Beispiel ist hier die Verschreibung von Antibiotika bei einer durch Viren ausgelösten Bronchitis. Hier sind Antibiotika nämlich eindeutig machtlos und damit fehl am Platz. Sinnvoll und richtig eingesetzt sind Antibiotika höchst effektiv und in vielen Fällen lebensrettend. Es ist die einzige Therapie, die sich direkt gegen die eigentliche Krankheitsursache richtet. Dabei sollte das Antibiotikum so hoch dosiert werden, dass die Erreger bei möglichst kurzer Behandlungsdauer rasch abgetötet werden.

Atemwegsinfektion

Weil der Allgemeinmediziner eine Atemwegsinfektion in der Regel ohne direkten Erregernachweis behandeln muss, sollte das Antibiotikum bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Es sollte gut in die Bronchialschleimhaut eindringen und alle zu erwartenden Erreger nicht nur im Wachstum hemmen, sondern abtöten. Darüber hinaus sollte das Antibiotikum einfach einzunehmen und gut verträglich sein. Klinische Untersuchungen zu den modernen Chinolon-Atemwegsantibiotika (zum Beispiel Moxifloxacin) belegen, dass auch das infektfreie Intervall durch eine optimale Therapie verlängert werden kann.

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