Misteltherapie bei Krebs
Die weißbeerige Mistel ist von Weihnachtsmärkten wohl bekannt, nur wenige wissen, dass Mistelpräparate aber vor allem in der Krebsmedizin eine entscheidende Rolle spielen. Das wird oft erst dann bewusst, wenn Freunde oder Familienangehörige an Krebs erkranken. Während schulmedizinische Therapien vor allem auf die Zerstörung der bösartigen Zellen abzielen, setzt die Misteltherapie an der Stabilisierung des Patienten an.
Dieser Beitrag soll Antworten auf häufige Patientenfragen geben.
Misteltherapie Beginn
Wann sollte mit einer Misteltherapie begonnen werden?
Besonders aus psychoonkologischer Sicht ist die Misteltherapie bereits in der frühen Phase einer Krebsbehandlung empfehlenswert, da sie dem Patienten das positive Gefühl vermittelt, etwas gegen seine Erkrankung tun zu können, ihn insgesamt körperlich und seelisch wieder aufbaut.
Misteltherapie Nutzen
Was ist der Nutzen einer Misteltherapie?
Die Misteltherapie kann das Immunsystem des Patienten stärken, seine Lebensqualität verbessern und die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregen, wodurch sie als begleitende Therapie die Zerstörung des Tumors unterstützt. Außerdem kann sie die unangenehmen Nebenwirkungen einer Chemotherapie lindern. In manchen Fällen sind Mistelgesamtextrakte auch in der Lage, das Tumorwachstum gezielt zu hemmen.
Unterschiedliche Präparate
Wieso gibt es Präparate von unterschiedlichen Wirtsbäumen (zum Beispiel Apfelbaum, Eiche, Tanne und Kiefer)?
Aufgrund der unterschiedlichen Wirtsbäume weisen die Präparate verschiedene inhaltsstoffliche Zusammensetzungen auf, wodurch sich ihre Wirkungen voneinander unterscheiden.
Arzneimittelsicherheit
Wie ist die Arzneimittelsicherheit der Mistelpräparate einzuschätzen?
Die Therapie mit Mistelgesamtextrakten hat im Lauf ihrer fast 90-jährigen Anwendung eine überzeugende Arzneimittelsicherheit gezeigt. Nebenwirkungen größeren Ausmaßes sind nicht bekannt geworden.
Mistelpräparate auf Kassenrezept
Können Mistelpräparate auf Kassenrezept verordnet werden?
Mittlerweile belegen mehrere rechtskräftige Urteile unterschiedlicher Sozialgerichte, dass anthroposophische Mistelpräparate (wie zum Beispiel Helixor® oder Iscucin®) in allen Phasen einer Tumorerkrankung und somit auch zur Verhinderung eines Rezidives auf Kassenrezept verordnet und erstattet werden können.


