Omega-3-Fettsäuren: Vorsorge bei Alzheimer
Wer gesund alt werden möchte, sollte rechtzeitig auf eine ausreichende Versorgung an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren achten. Denn damit lassen sich altersbedingte Leiden verzögern. Mehr als 2.500 Studien bescheinigen der Eicosapentaensäure (EPA) und der Docosahexaensäure (DHA) ein erstaunliches Wirkpotenzial, z.B. einen schützenden Effekt auf das Herz-Kreislauf-System.
Leistgungsfähigkeit Gehirn
Neben positiven Wirkungen bei rheumatischen Beschwerden, Hautleiden und Depressionen weisen mehrere Studien darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren auch bei der Vorbeugung und Behandlung von Hirnleistungsstörungen im Alter, mit anderen Worten: Demenz, eine wichtige Rolle spielen könnten.
Tatsächlich gehören Gehirn und zentrales Nervensystem zu den Organen mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Als Bestandteil der „grauen Zellen“ (Neuronen) und „Schaltzellen“ (Synapsen) unterstützen sie den Austausch von Signalen und die Verarbeitung von Informationen, was Vorgänge wie Denken und Erinnern erst möglich macht.
Omega-3-Fettsäuren
Vor allem auf die „Gehirnfettsäure“ DHA ist das menschliche Denkorgan zeitlebens angewiesen, um reibungslos zu funktionieren. Bewährte natürliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren sind fettreiche Kaltwasserfische. Doch mit zunehmendem Alter sinkt der Omega-3-Fettsäure-Gehalt in Blut und Gehirn. Alzheimerpatienten weisen hier oft besondere Defizite auf, die umso stärker ausgeprägt sind, je weniger Fisch die Betreffenden verzehren. In der Folge verschlechtern sich nicht nur der Zustand der Gefäße sowie Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns, sondern auch die Verbindungen, damit die Reizweiterleitung, zwischen den Nervenzellen – es droht der fortschreitende Verlust des Gedächtnisses.
Fischöl zur Unterstützung
Umgekehrt trägt eine ausreichende Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren dazu bei, die geistige Leistungsfähigkeit zu wahren. In Studien gelang es sogar, die Gedächtnisleistung von Patienten in sehr frühem Alzheimerstadium durch hohe Fischölgaben wieder zu verbessern. Zweimal wöchentlich sollte daher beispielsweise Lachs, Hering oder Makrele auf Ihrem Speiseplan stehen.


