Falten: Welche Gesichtsfalten hat der Mensch?
Je älter man wird, desto mehr vermindert sich langsam die Festigkeit des Bindegewebes im ganz normalen Alterungsprozess. Zudem baut der Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut ab. Es wird außerdem weniger körpereigene Hyaluronsäure produziert und weniger Kollagene (Strukturproteine der Hautoberfläche) gebildet. Deshalb können auch zunehmend Hautfalten entstehen.
Es gibt unzählige Arten und Variationen von Falten. Um Falten näher zu bestimmen und zu definieren, haben Hautärzte eine Art Liste der Fachbegriffe und auch umgangssprachlichen Bezeichnungen entwickelt. Diese Bezeichnungen sind nicht nur in der modernen Dermatologie gang und gäbe. Auch bei einem Besuch bei einer Kosmetikerin kann es hilfreich sein, die Problemzonen im Gesicht gezielt benennen zu können.
Zum Beispiel werden die Mimikfältchen oder Mimikfalten im Gesicht auch oft als Lachfältchen bezeichnet. Etwas weniger charmant klingt hingegen der Begriff „Krähenfüße“. Was aber genau verbirgt sich dahinter? Wir helfen Ihnen weiter!
Unterschiedliche Falten - die Begriffe
Wir haben extra für Sie eine Liste der meist genannten Falten zusammengefasst. In der Übersicht finden Sie alles rund um die Falten und die entsprechende Beschreibung:
Mimikfalten
Die Muskeln im Gesicht sind ständig in Bewegung. Die elastische Haut kann durch diese Muskelbewegung quasi „Falten schlagen“. Auffällig werden die Fältchen unter anderem wenn man lacht. Dann bilden sich rund um die Augen die sogenannten Lachfältchen. Aber auch das Gegenteil verursacht Falten: Schaut man sehr angestrengt oder böse drein, entstehen die „Zornesfalten“. Diese verlaufen senkrecht zwischen den Augenbrauen. Unter Anstrengung ist die Stirnpartie betroffen, gerade wenn man die Augenbrauen oft zusammenkneift.
Falten im Mundwinkel
Die Mundwinkelfalten verlängern optisch nach unten. Vertikal ziehen sich die Falten am Ende der Mundwinkel in Richtung Kinn. Das sieht einem Strich ähnlich. Im Volksmund heißen die Mundwinkelfalten auch „Bitterkeitsfalten“, weil der Eindruck eines traurigen und deprimierten Gesichtsausdrucks entsteht. Krähenfüße Die Krähenfüße manifestieren sich im Laufe der Zeit durch die Mimikfalten. Im Prinzip sind es Falten, die um die Augen herum sichtbar werden. Oftmals entstehen die Krähenfüße nicht nur im Bereich der Augen, sondern auch an den Schläfen. Im Gegensatz zu den Mimikfalten bleiben sie jedoch bestehen, auch wenn das Gesicht einen entspannten Ausdruck hat und die Muskeln gelockert sind. Krähenfüße können anfangs nur leicht sichtbar sein, oder sich später auch als tiefe Furchen in die Haut „eingraben“.
Orthostatische Falten
Verliert die Haut und das Bindegewebe an Spannkraft, können sich die orthostatischen Falten entwickeln. Die Schwerkraft zieht das Gewebe und die Haut sprichwörtlich nach unten. Diese Art der Schwerkraftfalten bildet sich oft an den Wangen oder an Kinn und Hals. Stirnfalten Die Stirnfalten gehen mit dem Verlust der Haut-Elastizität im Bereich der Stirn einher. Stirnfalten können sich sowohl horizontal als auch vertikal bilden. Falten die längs verlaufen ziehen sich über die komplette Stirnbreite. Im Gegensatz dazu gibt es noch die Stirnfalten, die knapp über der Nase und zwischen den Augenbrauen verlaufen.
Nasolabialfalten
Die Nasolabialfalten bilden eine Verbindungslinie von den Nasenwinkeln hin zu den Mundwinkeln. Bei sehr tiefen Falten in dem Bereich zeichnet sich eine Art Dreieck ab. Gehen die Nasolabialfalten an den Mundwinkeln in Richtung Kinn weiter, entsteht dadurch schnell ein ernster Gesichtsausdruck.
Aktinische Falten
Ursache für aktinische Falten ist jahrelange Sonneneinstrahlung oder Besuche in Solarien. Die aktinischen Falten bilden sich im Gesicht, am Hals und an den Händen. Die Falten entstehen durch die durch UV-Licht geschädigte Zellstruktur. Dadurch wirkt die Haut wie „zerknittert“.



