Ess-Brech-Sucht verursacht Zahnerosion

Zahnprobleme durch Bulimie

Zahnprobleme durch Bulimie
Bulimie: Ständiger Kampf um das Gewicht

Das Leben junger Menschen, die unter Bulimie (Ess-Brech-Sucht) leiden, ist geprägt von der übermäßigen Sorge um ihre Figur. Die Gedanken der Betroffenen drehen sich fast ausschließlich um Essen, Kalorien und Gewicht. Episoden von Heißhungeranfällen wechseln sich ab mit willentlichem Erbrechen, Hungern oder der Einnahme von Abführmitteln.

Bulimie: Krankheit für Psyche und Körper

Dieses Bulimieverhalten führt nicht nur zu psychischen und körperlichen Problemen. Auch unsere Zähne, die ja eine große Härte aufweisen, reagieren empfindlich auf die ätzende Magensäure, die beim Erbrechen in die Mundhöhle gelangt. Die Säure löst die Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht sie „weich“ und anfällig. Putzt man kurz nach dem Säurekontakt die Zähne, wird dabei die aufgeweichte Oberflächenschicht einfach weggeschrubbt.

Kaputter Zahnschmelz und angegriffene Zahnsubstanz

Im weiteren Verlauf dieser sogenannten „Säureerosion“ wird das empfindliche Zahnbein freigelegt. Dadurch reagieren die Zähne deutlich auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures. Schon nach wenigen Krankheitsjahren ist der Verlust der Zahnhartsubstanz sichtbar: Die Schneidekanten der Front- und Eckzähne weisen typische Mulden auf und sind im fortgeschrittenen Stadium zudem verkürzt.

Bei der Entstehung der Erosionen spielen die Zusammensetzung und Menge des Speichels eine entscheidende Rolle. Der pH-Wert des Speichels ist bei Bulimiekranken deutlich niedriger als bei Gesunden. Daher kann der Speichel bestimmte Funktionen, wie Remineralisation der Zähne, Säureverdünnung, Spülwirkung und Säurepufferung, nicht mehr ausreichend erfüllen. Zudem produzieren die bei Bulimiekranken häufig vergrößerten Ohr- und Unterkiefer-Speicheldrüsen weniger Speichel als bei Gesunden. Die daraus resultierende typische Mundtrockenheit erhöht das Kariesrisiko.

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